Fast wie vor 45 Jahren – von Olaf Mogel

Vor gut eineinhalb Jahren kam mein heute 11jähriger Sohn ins Gymnasium. Aus diesem Anlass spendierte ich ihm damals eine Zeitreise mit dem Rosinenbomber. Da man kleine Kinder nicht allein fliegen lassen soll, spendierte ich mir gleich einen Flug mit. Und meiner Frau auch.

Hintergrund war folgender:

Im September 1965 bin ich selbst als kleiner „Stippi“ von zweieinhalb Jahren das erste Mal in meinem Leben geflogen. Heute kaum mehr vorstellbar, war aber damals so.

Start: Zentralflughafen Berlin-Schönefeld, Ziel: Heringsdorf, Fluggerät: IL-14, eine entfernte Verwandte der DC-3.

Auf dem Weg über das Vorfeld gingen wir zur hinteren Gangway unter der Tragfläche durch. Ich sah zum ersten Mal in meinem Leben solche riesigen Reifen! Die sahen so weich und fluffig aus, dass ich mich von der Hand meiner Mutter los riss, zum Fahrwerk lief und meinem unbezwingbaren Drang nachgab, gegen eins dieser Räder zu treten. Mir tut der Fuß heute noch sehr, sehr weh. Später gab’s als Schmerzpflaster und gegen den Ohrendruck gelbe Bonbons.

Diese Geschichte erzählte ich vor einigen Jahren meinem Sohn, der sie sich, wie sich später herausstellen sollte, gut merkte! Nun der Rundflug mit  dem Original:

Bei prima Wetter aus 2500 ft eine herrliche Aussicht auf Berlin

100-Kilometer-Sicht, siehe Halle in Brand

Ein überaus gelungener Nachmittag, den ich meinem Sohn geschenkt habe!

Nach der Landung hatten wir die Gelegenheit, noch ein paar Fotos von und mit der „alten Dame“ zu schießen. Dabei entstanden die folgenden Fotos von meinem Sohn:

Fast wie vor 45 Jahren!

Fast wie vor 45 Jahren!

Fast wie vor 45 Jahren!

Fast wie vor 45 Jahren!

Fast wie vor 45 Jahren.

Ihr Olaf Mogel


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