Aus Flugschrott wird ein Rosinenbomber

Förderverein stöbert zwei DC 3 auf – mit ihren Teilen soll Rosinenbomber wieder aufgebaut werden.

Die DC 3, Kennzeichen: G-AMRA, Baujahr 1944. Sie soll den Rosinembomber retten

Die DC 3, Kennzeichen: G-AMRA, Baujahr 1944. Sie soll den Rosinembomber retten

Zwei Männer, eine Mission: die Rettung unseres letzten Luftbrücken-Veteranen. Der Berliner Rosinenbomber, der am 19. Juni 2010 vom Himmel fiel, soll wieder fliegen.

Wie macht man einen Haufen Schrott wieder flott? Dazu checkten Frank Hellberg und Steffen Wardin vom Förderverein nach England ein. Technik-Experte Wardin: „In Coventry haben wir zwei DC 3 aufgetrieben. Nach intensivem Check steht fest: Beide könnten unserer Maschine sofort als Ersatzteillager dienen.“

Auf dem Airport sechs Hangars randvoll alter Flugzeuge. Die beiden Douglas stehen auf dem Flugfeld. Hellberg: „Sie gehören Atlantic Air, pro Stück sollen sie knapp 200.000 Euro kosten.“ Wardin steigt mit der ersten Maschine in den Himmel. „60 Minuten habe ich die DC 3 Baujahr 1944 auf Herz und Nieren getestet. Inklusive Triebwerkabschaltung in der Luft und Überziehen.“

Aus Akten geht hervor: Sie diente viele Jahre als Transport-Flugzeug bei der Bekämpfung von Ölteppichen. Die zweite Maschine, ebenfalls Baujahr 1944, war bis zuletzt mit 36 Plätzen für England-Rundflüge im Einsatz.

Beide haben rund 25.000 Flugstunden auf dem Buckel, könnten sofort zur Flugzeug-Werft nach Köln geflogen werden. Wardin: „Für uns ist das Wichtigste, dass wir zertifizierte Teile bekommen. Unser Wrack hat zwar einen zerstörten Rumpf und braucht neue Tragflächen, aber es hat die deutsche Zulassung.“

Ein neues Zulassungsverfahren würde zwei Millionen Euro verschlingen. Darum schlachtet man aus, was immer noch Hunderttausende kostet. 

Quelle: BZ Onlineausgabe (Link)

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