Umzug mit 2400 Pferdestärken – Die DC 3 „G-AMRA“ steht jetzt im Trocknen

Berlin-Schönefeld. Unser neuer Rosinenbomber G-AMRA steht jetzt im Trockenen. Freitag, 15. November, gegen 15 Uhr. Die DC 3 steht auf einer Abstellfläche am Rand des neuen Flughafens BER. Seit der Landung in Berlin am 30. Juli steht das historische Flugzeug, dass in den nächsten Monaten unser neuer Rosinenbomber werden soll, hier. Jetzt ist endlich Platz im Hangar, weil die wichtigen Teile der 2010 bei einem Startabbruch beschädigten Maschine zur Seite geräumt wurden.

Um 15.20 Uhr wirft Steffen Wardin die beiden je 1200 PS starken Sternmotoren an. Mit Surren und Knattern und einer Abgaswolke setzen sich die Motoren in Betrieb. Das „Follow me“-Fahrzeug steht für den Umzug in die Flugzeughalle bereit. Steffen gibt Gas, und die Dakota setzt sich in Bewegung. Dann hält er noch einmal an, Klaus Bobzien reißt noch einmal die Tür auf, ich hechte in die Kabine. Schnell ziehe ich die Leiter ein, Klaus wirft die Tür zu. Sobald ich im Kopilotensessel sitze, rollt Steffen los. Da das Kamerateam nur aus mir besteht und der Umzug von Außen und Innen gefilmt werden sollte, war diese fast stuntreife Einlage nötig. Dann geht es hinter dem „Follow me“ an der Lufthansawerft und über Rollwege zur neuen Unterkunft für unseren Flieger. Nach wenigen Minuten sind wir dort, Steffen stellt die Sternmotoren ab. Dann kommt ein elektrischer Schlepper, der G-AMRA rückwärts in die Halle zieht. Jetzt steht sie wenige Meter neben dem Rumpf der D-CXXX und wartet auf ihren Umbau.

Als Steffen Wardin das Tor der Flugzeughalle verschließt, rollt gerade eine ATR 72 der Schweizer Farnair vorbei in Richtung Nordpier des BER. Der ist ebenso wie das Vorfeld hell erleuchtet. Fast so, als wäre BER schon fertig.

Ralf Drescher

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