Ein Gruß von Gail Halvorsen

Liebes Kamerateam, liebe Freunde,

ich hatte einen guten Rückflug, großartige Plätze und perfekte Umsteigezeiten. Ich habe die Decken bezogen, nur 26 Stunden nachdem ich Sie in Berlin abgezogen habe. Ich bin immer noch begeistert von dem Besuch in die Vergangenheit.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, an wie viele Bilder ich mich erinnert habe, als ich letzte Woche am Ende der alten Landebahn saß. Ich erinnerte mich an jene Frauen, die 1948 die mit Gras überwachsen Flächen bearbeiteten, bis die neue Start- und Landebahn fertiggestellt war.

Jener Platz, an dem wir die ersten Fallschirme abgeworfen haben. Als Bürgermeister, Kaplan, Mike Doyle meine Augenbinde abmachte und sich die Berliner Kinder von 1948 offenbarten, dröhnte mein Kopf! Es hat mir die schweren, aber guten Zeiten zurückgebracht, mit den alten Briefen, Umarmungen und sogar den Fallschirmen von 1948. Es war überwältigend! Das Ende der Landebahn war in Sichtweite hinter der wundervollen Gruppe! Was für ein Wiedersehen! In den darauffolgenden Stunden und Tagen mit all den Filmen, die das Projekt zusammengefasst haben, haben saßen wir mit dem Team an genau dem Ort, an dem ich 1948/49 gelandet bin – wie hunderte Male zuvor! Genau am Ende der „neuen Landebahn“ 27L, direkt anliegend an dem Gleitweg zwischen den Gebäuden. Ich konnte fast das Dröhnen des Motors hören und die beruhigende Stimme des Fluglotsen der Radarkontrolle:

„Sie sind auf der Center Line und erreichen den Gleitweg, beginnen Sie zu sinken! Sie befinden sich auf der Center Line, Sie sind auf dem Gleitweg vor der Mittellinie, Sie sind am Anfang der Landebahn, übernehmen Sie und beginnen Sie die Landung!“

Ungefähr in diesem Augenblick haben wir das rote Licht auf den durch die Bomben zerstörten Wohnhäusern gesehen. Heute, am 14. Mai 2012, haben wir uns die gleichen Gebäude angeschaut, nur 274 Meter von dem wiederaufgebauten Gebäude. Wir saßen auf dem gleichen Platz der Landebahn, der 1948/49 bedeutete, das wir erfolgreich angekommen waren mit 20.000 Pfund Mehl an Bord. Wir wurden von unseren ehemaligen Feinden mit Tränen in den Augen empfangen: “Danke für unseren Frieden!“ „Danke für unseren Frieden!“ Wer würde, ohne daran zu denken, diese Strecken fliegen, in der wir unsere Kameraden verloren haben?

Und heute haben wir an diesem Drehort das Filmen kurzzeitig unterbrochen wegen eines Fahrradfahrers, Rollschuhfahrers oder einer deutschen Mutter, die Ihren Kinderwagen vorbeischob. Kein Wunder, dass ich ein oder zweimal schlucken musste, bevor ich mit dem Interview weitermachen konnte.

Ich erinnere mich an einen Flug 1948 nach Berlin. Ich hatte Hugh Downs – den berühmten Moderatoren von CBS – von dem ich glaube, dass er noch am Leben ist, bei mir. Er hatte eine große Box, das erste große transportierbare Stimmenaufnahmegerät, welches ich bis dahin gesehen hatte. Diese sind heutzutage vergleichbar mit den heutigen Ausstattungen einer handelsüblichen Kamera oder eines Handys. Weitere IMAX-Aufnahmen, nicht aber meine 8MM-Aufnahmen, vereinnahmten die andere Hälfte der Filmrollen. Hugh hat mich und John Pickering beim Anflug interviewt. Weiter erinnere ich mich an Tom Broackaw (sp) und ein Interview in Tempelhof im Jahr 1998, aber diese und andere wurden durch Euch ersetzt. Jeder hat seine Rolle gespielt!

Ich wusste vor den Aufnahmen, dass ihr alle gut seid, aber nichts über das Maß eurer Qualität bis zu den Stunden und Tagen in Tempelhof dieses Jahr. Es war eine großartige Reise für mich. Ich bin sehr dankbar über die Zeit, die ihr von eurer Familie getrennt wart, um das möglich zu machen. Ich hoffe, ihr habt alle eine gute Heimreise und seid genauso begeistert wie ich.

Blair and Jeff, bitte richtet dem Team meine größte Hochachtung und Empfehlung aus an der Arbeit, die Sie investiert haben, um diesen Event möglich zu machen. Die Zeit in Arizona hat Lorraine ebenfalls sehr genossen. Ich werde das nie vergessen und dank dieses Films werden die Erinnerungen besonders für meine Familie lebendig bleiben, wenn ich bereits verstorben bin.

Ihr alle bekommt einen Oscar in den Kategorien eurer Vortrefflichkeiten. Die Betreuung eines alten Farmjungen hätte nicht besser sein können! Eure Fürsorge hat vieles möglich gemacht, vor allem Kirchgänge am Sonntag und diverse Besuche bei Charlie im Krankenhaus. Es hat mir sehr viel bedeutet.

Jetzt werde ich mit dem Auspacken beginnen.
Gail and Lorraine

— ORIGINAL —

Dear Film Team and Friends,

had a good flight back. Great seats. Perfect connections times. Pulled up the covers 26 hours after I kicked them off in Berlin. Still aglow from the incredible trip down memory lane.

You may imagine the flood of images from sitting on the end of the old runway last week where the women were administering first aid to the pierced steel plank sections covering the grass in 1948 until the new runway was built. The very spot where we dropped the first parachutes. When Mayor, chaplain, Mike Doyle pulled off my blind fold to reveal the assembly of Berlin Kids from 1948. My head was pounding! It brought back those hard but good times and made them alive with their old letters, hugs and even some 1948 parachutes. The sight was overpowering. The end of the old runway was insight behind that wonderful group!!! What a reunion! And the hours and days of filming after that. Then wrapping up the project sitting with the team on the very spot where in 1948-49 I had landed a hundred times before! Right on the end of the „new runway“, 27L, looking back at the glide path between the buildings. Could almost hear the roar of engines and the Radar Ground Control Approach controller’s steady calm voice, „You are on the center line, approaching the glide path, begin your standard rate of decent, (throttles came back) you are on the glide path, on the center line, you are over the end of the runway, take over visually and land.“ About that time we would see the red light on the top of the bombed out apartment house. Now, 14 May 2012, we were looking at that same building, only 300 yards away in its present restored beauty. We were sitting on that same spot on therunway that in 1948-49 meant we had just successfully arrived with another 20,000 pounds of flour, to be greeted by the moist eyes of the former enemy with, „Thank you for our freedom! Thank you for our freedom!“ Who wouldn’t fly without complaint, in spite of regrettably loosing our comrades to crashes. And now on this spot we would have to stop filming for a biker, roller blade skater or a German mother as she pushed her baby carriage over the runway out of the camera’s view. No wonder I had to swallow a time or two before continuing the interview!

I remember on one flight to Berlin in 1948 I had Hugh Downs the famous broadcaster (CBS), who I believe, is still alive. He had a big box which was the first portable voice recorder I ever saw. Then to compare your equipment, cameras, recorders, cell phones. IMAX images, not my 8MM turn, over shoot the other half, film rolls. Hugh was interviewing me John Pickering on the way thorough the corridor to Berlin. I remember Tom Broackaw (sp) and an interview in Tempelhof in 1998 but these and others have been replaced by the symphony of your great team as a media highlight. Every one played their role right on pitch! I knew you all were good from the other shoots but I didn’t know how good until those hours and days on Tempelhof, 2012. It has been an incredible journey for me. Grateful for the many hours you spent away from your families to make it possible. Hope you all have a safe trip home and find things well as I have.

Blair and Jeff please give the team my deepest gratitude and commendation for how each one did so much to make this event possible, and the related ones at other divers places. Including the time in Arizona, Lorraine really enjoyed you there. I will never forget, not just for me, but for my family, the memories your film will preserve for them when I am long gone.

You all get an Oscar in each of your categories of excellence. The care and feeding for an old farm boy couldn’t have been better nor the thermals more welcome! The transportation made many things possible especially church on Sunday and the several visits to Charlie in the hospital. That meant a lot.

Now I will start to unpack.
Gail and Lorraine

 

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