Fröhliche Weihnachten

Liebe Freunde des Rosinenbombers,

es beginnen nun die schönsten Festtage des Jahres und wir schauen auf das Vergangene zurück. Für die Rettung des Rosinenbombers war es ein außerordentlich gutes Jahr.

Der Kauf und die Landung der flugfähigen DC-3 mit der Kennung G-AMRA in Berlin, haben uns unserem gemeinsamen Ziel, den Berliner Rosinenbomber wieder aufzubauen, einen großen Schritt näher gebracht – wir haben die technischen Voraussetzungen für den Aufbau geschaffen.

Der Weg zu diesem Meilenstein ist der Erfolg von vielen kleinen und großen Spendern. Denn nur durch das Engagement aller, wird unser Ziel erreicht.

Meinen besonderen Dank möchte ich dem Unternehmen kfzteile24 GmbH und der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH aussprechen. Ihre großzügige Unterstützung war das Startsignal für einen erfolgreichen Weg des Wiederaufbaus.

Während ich diesen Weihnachtgruß verfasst habe, dachte ich darüber nach, was an Weihnachten im Jahr 1948 passiert ist und ich bin auf die folgend Eintragung gestoßen:

Weihnachten 1948

Einige Luftbrückenpiloten starteten die „Operation Santa Claus“ bei der von Freunden und Bekannten aus den USA insgesamt 53.000 Pakete an Berliner Kinder verschickt wurden.

Welch ein Glück, was für eine Menschlichkeit. Die jungen Männer, die noch den Krieg in den Knochen hatten, die zu Weihnachten nicht bei ihren Familien seien konnten, bitten um Hilfe, für die Kinder eines fremden Landes, dem Land, dem Volk, das bei vor kurzem noch ihr Feind war.

Die großen leuchtenden Augen der Berliner Kinder, die solch ein Paket bekommen haben, kann man sich lebhaft vorstellen und sie haben es sicher niemals vergessen.

Diese und die vielen anderen herzlichen Geschichten, haben die Luftbrücke zum Erfolg getragen und genau deshalb lohnt es sich, sich für den Aufbau des Berliner Rosinenbombers, als fliegendes Denkmal der Luftbrücke, zu engagieren.

Denn er wird auch in Zukunft für den Erfolg aller humanitärer Luftbrücken der Welt stehen. Er ist der Beweis, dass auch nach Kriegen und Katastrophen die Menschlichkeit siegt und das darf nie vergessen werden.

Der Förderverein Rosinenbomber e.V. wird sich weiter um Unterstützung und Spenden für den Berliner Rosinenbomber bemühen und wir würden und sehr freuen, wenn Sie uns dabei helfen.

Rettet den Rosinenbomber – damals hat er uns gerettet, heute benötigt er unsere Hilfe!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest mit großen leuchtenden Kinderaugen.

Herzlichst, Ihr

Frank Hellberg,
Präsident

Einige Daten zur Berliner Luftbrücke:

  • Während der Luftbrücke kamen insgesamt 76 Menschen zu Tode: 31 Amerikaner, 40 Engländer und 5 Deutsche
  • Der Tagesrekord an transportierter Fracht lag am 16. April mit 12.940 Tonnen, das sind immerhin 22 Güterzüge mit je 50 Waggons
  • Monatlich wurden ca. 60.000 Zündkerzen der Flugzeuge ausgewechselt
  • Die Kosten für die Luftbrücke lagen bei ca. 32. Mrd. DM, ohne den Warenwert und die Flugplatzkosten im Westen.
  • Insgesamt waren 57.000 Personen an der Durchführung beteiligt
  • Auf insgesamt 279.962 Flügen wurden 2.342.257 Tonnen Material nach Berlin geflogen.
  • Die Summe aller Flugstunden ergibt eine Flugzeit von mehr als 35 Jahren.
  • Die Gesamtentfernung aller Luftbrückenflüge betrug 175 Millionen Kilometer.

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