+++ Luftpost 58 +++

RDRB WeihnachtenLiebe Mitglieder unseres Fördervereins Rosinenbomber e.V.,

dieses Jahr 2015 wurde von den Worten Terror, Krieg, Flucht und Hilfe  geprägt. Jeder wird – ob er will oder nicht – davon berührt. Man probiert sich zu orientieren und Antworten zu finden. Eine Antwort kann der Blick auf unsere Geschichte sein.

Im Winter 1948 war es für die Menschen in Berlin hart, sehr hart. Der Krieg war gerade vorbei, doch die Normalität wollte nicht einkehren. Die Alliierten wurden zu Gegnern, die Blockade von Westberlin stellte einen traurigen Höhepunkt der Provokationen dar. Dieses Spiel der Macht auf dem Rücken von einfachen Menschen war der Beginn des kalten Krieges. Es war wahrscheinlich nur Glück, dass die Waffen nicht zum Einsatz kamen und stattdessen eine große Hilfsbereitschaft für das eingeschlossene Berlin einsetzte.

Die Rosinenbomber wurden zum Symbol der Hilfe. Zwar blieb man in der Sprachwelt des Krieges, doch die Wirkung drehte sich ins Gegenteil. Nicht Waffen haben es geschafft die Menschen zu vereinen, es war die Hilfe. Gerade deshalb ist diese Geschichte heute wieder so aktuell. Unsere Maschine steht für ein großes Stück Menschlichkeit und für hervorragende , logistische und technische Leistung.

Liebe Mitglieder, deshalb lohnt es sich, dass Sie sich auch weiter  für den Aufbau der D-CXXX engagieren.

Wir alle wollen gern schneller unsere Maschine in der Luft sehen , doch wie in der letzten Luftpost beschrieben stellt uns der Zulassungsweg immer wieder vor neue Aufgaben. Manchmal sind es nur kleine Fortschritte die wir machen und nicht alles ist gleich eine Erfolgsmeldung wert, doch wir gehen voran. Nach neuen Verhandlungen mit der Messe Berlin können wir sagen, dass der  Rosinenbomber auch 2016 auf der ILA  präsent sein wird. Damit findet unser Projekt weiter Unterstützung. Wie er sich dann vom 01. bis 04. Juni 2016 präsentieren wird, werden wir sehen.

Ich möchte mich im Namen des Vorstands für Ihre Hilfe, Geduld und Unterstützung für das Projekt „ Rettet den Rosinenbomber“ bedanken. Helfen Sie uns auch 2016, dass ein Symbol der größten humanitären Luftbrücke der Welt nicht in Vergessenheit gerät.

Nun noch eine kleine Anekdote am Rande. Unser Mitglied Martin Weissflog ist Gästeführer am Flughafen Schönefeld. Er versäumt es nie, mit seinen Gruppen im Hangar des Rosinenbombers vorbeizuschauen.

Danach kommt er fast immer ganz stolz mit 10,00 € oder 20,00 € zu mir ins Verkehrsüberwachungsbüro, um seine gesammelten Spenden abzugeben. Und manchmal wenn er mehr eingesammelt hat, gibt es auch noch ein kleines Gedicht von ihm dazu:

Ich dank` Euch für die off`ne Tür,
doch hab` ich auch etwas dafür:

Denn uns`re kleine Stippvisite
bringt 20,00 Euro in die Tüte –
zum Helfen in der Not da
für unsere Dakota

Liebe Mitglieder,

Ihnen und Ihren Liebsten schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Herzlichst

Ihr
Frank Hellberg

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